Gentests beim Kromfohrländer

Früher wurde die Zuchtlenkung beim Kromfohrländer unter anderem durch statistische Werte gelenkt. So wurde die Wahrscheinlichkeit berechnet, dass Krankheiten auftreten und bei zu hohen Risikowerten eine Verpaarung nicht erlaubt. Den wirklichen Genotyp (was vererbt der Hund tatsächlich) kannte nieman (außer das Tier war offensichtlich erkrankt).

 

Mittlerweile gibt es schon einige Gentests für den Kromfohrländer. Dies begrüßen wir sehr, kann man hier auch vom Genotyp einen passenden Paarungspartner wählen und bestimmte Krankheiten so aus der Rasse drängen. Nun muss man bei bestimmten Krankheiten nicht erst "warten", bis ein Hund erkrankt um statistische Werte zu bekommen (bei allen Krankheiten für die es keinen Gentest gibt, ist dies zwar immer noch nötig), sondern kann direkt einen Gentest vornehmen und weiß ob sein Hund eine bestimmte Krankheit vererbt oder nicht. Ein passender Paarungspartner kann dann gewählt werden, so dass kein Welpe mehr an der Krankheit erkrankt. 

 

Vor einigen Jahren hatten Kromfohrländer Züchter diese Möglichkeit noch nicht; mittlerweile gibt es die Möglichkeiten rassespezifische Krankheiten und damit unnötiges Leid zu vermeiden. Vor einer Verpaarung sollten die Kromfohrländer zwingend auf

  • Hereditary Fußballen Hyperkeratose (HFH) und
  • Von Willebrand (vWD) Type 1

 

getestet werden.

Spannend: Fast 35% (DH: 34,64%; vWd Typ 1: 35,95%) Trägertiere gibt es bei beiden Krankheiten. Also praktisch etwas mehr als jeder dritte Kromfohrländer vererbt die Krankheit! Daher kann man nur an alle Züchter appelieren: lasst eure zu verpaarenden Hunde auf die Krankheiten testen. Die Chance auf einen Träger oder gar erkrankten Hund zu treffen ist bei ungetesteten Hunden einfach zu groß. Auch Sie als Interessenten sind gefragt: Fragen Sie Ihren Züchter ob er die Gentests an seinen Hunden vorgenommen hat. Nur so können die beiden Krankheiten aus der Rasse verdrängt werden.