Hundebuggy

Unser Weg zum Hundebuggy
Da Bonny durch die Gelenkprobleme oft nicht so gut und lange laufen kann wie sie gerne möchte, gestalteten sich Spaziergänge zeitweise schwierig.
In manchen Phasen konnten wir ganz normal spazieren gehen, dann ging tagelang nur die kleine Runde mit Bonny und meistens hatte sie nach einigen hundert Metern keine Kraft mehr, die Rute sank, sie begann zu lahmen und hielt eine der Vorderpfoten hoch. Dann hieß es Bonny auf den Arm nehmen und nach Hause tragen. Doch auf Dauer ist das keine Lösung, zumal 10,5kg nach einigen hundert Metern auch schwer werden und man an der Straße Junghund Amy an der Leine hatte. So haben wir dann die Spaziergänge aufgeteilt. Erst eine kleine Runde mit beiden zusammen. Sobald die Rute sank und wir wussten, dass Bonny gleich lahmt, sind wir zurück nach Hause gegangen (bzw. Bonny wurde getragen). Dann bin ich mit Amy noch eine große Runde alleine gegangen. Und das mehrmals am Tag. Aber auch das war keine optimale Lösung. Bonny war immer traurig, wenn sie Zuhause bleiben musste. Sie lahmte zwar, aber das ist für sie kein Grund nicht auf den Spaziergang mitkommen zu dürfen. Sie will eben immer dabei sein und fand es nicht gut, dass Amy immer eine "Extrarunde" bekam.

Bonny und Amy im Fahrradanhänger
Bonny und Amy im Fahrradanhänger

Zu Bonnys 8. Geburtstag im Juni 2012 haben wir für die beiden Hunden einen Fahrradanhänger, so dass wir nun auch wieder Radtouren unternehmen konnten. Bonny und Amy lagen hinten im Anhänger und durften auf Wiesen laufen so viel sie wollten oder in Bonnys Fall konnten. Auch im Urlaub am Lago Maggiore hatten wir den Anhänger mit. Er lässt sich klein zusammenfalten und ist so einfach zu transportieren. Fahrrad Anhänger für Hunde gibt es im Internet bei vielen Anbietern zu kaufen.

Dann kam die Thrombozytopenie im Oktober 2012 und wir waren ersteinmal überglücklich unsere Bonny überhaupt noch bei uns zu haben. Doch das Laufen war sehr schlecht. Sie hatte viel an Muskeln und ihrer Ausdauer verloren, konnte schlecht laufen und nach 50m im Park (wir sind mit dem Auto dorthin gefahren) konnte sie nicht mehr. Spätestens jetzt war uns klar, dass eine passende Lösung für die Zukunft her musste.
Zu dem Zeitpunkt hatten wir von einem Kromi, Crazy Jumpers Linos, gelesen der auch wegen Lahmheiten einen Hundebuggy bekam. So konnte er so lange laufen wie er wollte und durfte dann in den Buggy und konnte sich ausruhen. Das schien eine sehr gute Lösung zu sein. Schließlich kann dann Bonny wieder auf jeden Spaziergang mit, kann so weit und lange laufen wie sie mag und kann und sich dann im Wagen ruhen. Auch Amy profitiert davon- schließlich sind die Spaziergänge dann alle wieder länger und ihre Bonny ist dabei. Wir mussten es einfach probieren.

So machten wir uns im Internet auf die Suche nach einem "Hunde-Kinderwagen". Es fanden sich einige Modelle, doch wir hatten auch einige Vorstellungen von einem passenden Wagen. Er sollte große Räder haben, da wir oft auf unebenen Wegen, über Wurzeln im Wald und auf Felder unterwegs sind. Dann sollte er sich zusammenklappen lassen (wenn wir mit dem Auto fahren), eine stabile Verarbeitung haben, ein schwenkbares Vorderrad,... und vorallem genug Platz für Bonny!
Schließlich wurden wir auf der Seite von "InnoPet" fündig. Das Modell "Comfort" schien perfekt. Es ist für Hunde bis 30kg ausgelegt. Im Notfall könnten vom Gewicht her auch beide Kromfohrländer in den Wagen. Kleiner hätte der Wagen auch nicht sein dürfen- Bonny hat so gut Platz. Aber ein Modell einer anderen Marke, welche nur bis 15kg ausgelegt ist und keine 36cm x 66cm als Innenmaß hat, wäre doch zu klein! Wir sind wirklich froh uns für die eigentlich für Bonny zu große Variante entschieden zu haben.

Der Wagen kam schon wenige Tage später an. Er fährt sich sehr gut, auch über Stock und Stein. In den Ablagekorb kann man z.B Kamera, Futterdummys oder Einkäufe gut verstauen. Bonny hat sich sehr schnell dran gewöhnt und so konnten wir bald mit offenen Verdeck fahren. Bonny zeigt sogar wann sie in den Wagen will und ist dann glücklich, wenn sie von dort oben alles beobachten kann und durch die Gegend geschoben wird. Wenn sie einige Zeit geschoben wurde probieren wir ob sie wieder laufen mag und dann läuft sie meistens wieder ein Stück munter weiter, bis sie wieder langsamer wird. Amy läuft problemlos neben dem Wagen her.

Wir sind sehr glücklich, dass wir den Wagen haben. Es ist die beste Möglichkeit für uns und bietet uns allen viele Vorteile. Wir können jetzt wieder große Touren unternehmen und Bonny ist immer dabei. Sie läuft so lange wie sie mag und wenn wir sehen, dass sie langsamer wird und sich die Rute senkt, kommt sie in den Buggy. So hat sie ein optimales Training und läuft so lange wie sie kann. Gerade bei Hunden mit Gelenkproblemen muss man darauf achten, dass sie trotzdem genug Bewegung bekommen und nicht "einrosten". Da sie weiß, dass sie immer in den Wagen kann wenn es nicht mehr geht, zeigt Bonny auch an und springt an mir hoch wenn sie nicht mehr kann und in den Wagen will und lahmt nicht erst, nachdem sie wie sonst noch versucht hat tapfer mitzulaufen. So hat sie keine Überbelastung und das Laufen wurde deutlich besser. Sie hat wieder gut Muskeln ausgebaut und Ausdauer bekommen.

Wir können den Hundebuggy nur empfehlen und vielleicht ist es ja auch eine gute Möglichkeit für andere Hundebesitzer mit alten oder kranken Hunden?!

Unterwegs mit dem Hundebuggy 

24. Juni 2013
Ausgerechnet einen Tag vor Bonnys 9. Geburtstag hat das Vorderrad einen Platten! Mal schauen ob wir es geflickt bekommen...

05.07.2013
Nachdem innerhalb von einer Woche auch ein zweiter Reifen kaputt gegangen ist, haben wir beide Reifen zum Fahrradhändler gebracht und es wurde ein neuer Schlauch aufgezogen. Nun ist der Buggy wieder voll funktionstüchtig!

Seit dem 12. Oktober 2013 liegt der Buggy nun still. Bonny ist von uns gegangen. Noch am letzten Tag lag sie im Buggy und hat (sie konnte nicht mehr lange sitzen) von dort ihre alten Spazierwege angeschaut und hat die Fahrt genossen. Ohne den Buggy hätte sie definitiv nicht so eine Lebensfreude gehabt.